Peter Piek

Chemnitz/Germany

Peter Pieks Musik ruft Bilder hervor, er malt mit Tönen und führt Dialoge mit Songs. Was hier verkopft klingt, entwickelt einen faszinierenden Sog, der einen in eine leichtere Welt entführt, die die Schönheit und das Leben darin preist.

Wie Andy Warhol hat auch der Maler und Musiker Peter Piek seinen richtigen Namen Peter Piechaczyk zu einem prägnanteren verkürzt, und nach dem ersten Hören seines Albums »Cut Out The Dying Stuff« hält man ihn wie die Kunstfigur Warhol für eine undurchsichtige Persönlichkeit. Die Songs schweben leicht dahin, die darin enthaltene Melancholie reißt einen aber nicht runter, sie strebt nach oben – alles ist getragen von lieblichen Stimmen, die mal Englisch, Deutsch oder auch Chinesisch singen.

Und immer macht sich eine harmonische Wärme in den teils souligen, teils poppigen Songs breit. Bei den Stimmen wird man leicht auf die falsche bzw. eine irrelevante Fährte gelotst, denn nicht immer sind Gastsängerinnen wie die Dänin Nanna Schannong in dem feenhaften »Green« zu hören, auch Peter Pieks Stimme selbst ist ziemlich androgyn und zart. Und wie in »Green« ruft Pieks Musik stets Bilder hervor, er malt mit Tönen und führt Dialoge mit den Songs. Was hier vielleicht verkopft klingen mag, entwickelt einen faszinierenden Sog, der einen in eine leichtere Welt entführt, die die Schönheit und das Leben darin preist und in der das Schwere und das Sterben einmal Sendepause haben. (Intro Magazin, Kerstin Kratochwill 2014)

www.peterpiek.com

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